Wer schon einmal ein Internet Marketing Agenturangebot für den Markteintritt im englisch- oder spanischsprachigen Raum eingeholt hat, kennt den ersten Schreckmoment. Die Retainer beginnen hoch, ein Teil davon finanziert einen Account Manager, der Ihre Anweisungen an die Person weiterleitet, die tatsächlich die Kampagnen betreut, und die Anzeigentexte, die zurückkommen, lesen sich oft, als hätten sie ein Übersetzungstool durchlaufen – grammatikalisch korrekt, aber kulturell daneben.
Es gibt eine kleinere, direktere Alternative, die die meisten KMU Unternehmen nie ernsthaft in Betracht ziehen: eine einzelne freiberufliche Expertin, die sowohl die Sprache als auch die Online Marketing Suchkultur des jeweiligen Marktes beherrscht und Ihr Konto persönlich betreut – von der Strategie bis zum Reporting. Keine Übergaben, kein Junior-Personal, das auf Ihrem Budget lernt, keine Managementebene zwischen Ihnen und der Person, die die Arbeit tatsächlich macht.
Warum eine Freelancerin statt einer Agentur
Das Argument für eine freiberufliche Expertin ist nicht nur der Preis – auch wenn der Preis eine Rolle spielt, da ihr Honorar die tatsächliche Arbeit widerspiegelt und nicht den Verwaltungsaufwand einer Agentur. Der größere Unterschied liegt in Verantwortlichkeit und Kontinuität:
- Direkter Zugang zu der Person, die Ihr Konto tatsächlich betreut – nicht über einen Account Manager, der Anfragen an jemand anderen weiterleitet.
- Eine Person verantwortet Strategie, Umsetzung und Reporting, sodass nichts bei einer Übergabe zwischen Abteilungen verloren geht.
- Kontinuität – dieselbe Expertin, die Ihr Konto im ersten Monat aufgesetzt hat, optimiert es auch im zwölften Monat noch.
- Ein Honorar, das direkte Senior-Arbeit widerspiegelt, statt Personal zu finanzieren, das Ihre Kampagnen nie berührt.
Fünfzehn Jahre, drei Märkte, eine Person
Mein Name ist Ramona Fraedermann. Ich habe meine PPC-Karriere 2011 bei Google in Dublin begonnen und in den über 15 Jahren seitdem bezahlte Online Marketing Suchkampagnen für mehr als 100 Kunden betreut – in B2B, SaaS, Finanzdienstleistungen, Reise und lokalen Dienstleistungen – für den deutschen, englischen und spanischen Markt.
Was diese Erfahrung besonders macht, ist nicht nur die Anzahl der Kunden, sondern dass ich in Deutschland, Spanien und Irland tatsächlich gelebt und gearbeitet habe – nicht nur die Sprachen gelernt. Dieser Unterschied ist größer, als er klingt. Zu verstehen, dass englischsprachige Anzeigen oft direkter und weniger formell wirken, weil die Unterscheidung zwischen Sie und du im Englischen komplett fehlt, dass britisches und amerikanisches Englisch unterschiedliche Erwartungen an Ton und Schreibweise haben, oder dass spanische Zielgruppen in Spanien anders reagieren als im lateinamerikanischen Raum – das ist gelebte Marktkompetenz, kein Sprachzertifikat.
Übersetzung versus Lokalisierung: ein reales Beispiel
Eine deutsche Headline wie "Fordern Sie noch heute Ihr kostenloses Angebot an" wörtlich ins Englische übertragen ("Request your free quote today already") wirkt unbeholfen und deutlich weniger klickstark, als wie eine englischsprachige Werberin die Botschaft tatsächlich formulieren würde. Eine lokalisierte Version strukturiert das Angebot danach, wie englischsprachige Nutzer tatsächlich suchen, verzichtet auf die im Deutschen übliche formelle Anrede und setzt oft direkter auf Handlungsaufforderung, als es im deutschen Werbetext üblich wäre.
Auch Negative-Keyword-Listen brauchen dieses native Urteilsvermögen. Ein Begriff wie "free" zieht im englischen Suchverhalten oft eine andere, häufig weniger kaufbereite Nutzergruppe an als "kostenlos" im Deutschen – wer beide Sprachen wie Spiegelbilder behandelt, verschwendet leise Budget, ohne dass es sofort auffällt.
Jeder Kunde bekommt seine eigene SEM Strategie
Es gibt kein einheitliches PPC-Playbook, das für eine kleine Anwaltskanzlei, ein SaaS-Unternehmen in der Wachstumsphase und eine Regionalbank gleichermaßen funktioniert – Kunden über einen Kamm zu scheren ist meist der Grund, warum Budget verschwendet wird. Über 15 Jahre hinweg bedeutete das, wirklich unterschiedliche Strategien aufzubauen für:
- B2B & SaaS – Demand-Generation-Kampagnen für längere Sales-Zyklen, ausgewertet bis zu MQLs und SQLs, nicht nur bis zum Klick.
- Finanzdienstleistungen – Lead-Generierung, die innerhalb der Werberichtlinien für Banken und Finanzdienstleister funktioniert, ohne an qualifiziertem Volumen zu verlieren.
- Reisebranche – Saisonale Budgetsteuerung und zielortspezifische Kampagnenstrukturen.
- Lokale Dienstleistungen & GEO – Optimierung des Google Unternehmensprofils (GMB) und standortbezogene Kampagnen für Restaurants, Kanzleien, Zahnarzt- und Kosmetikpraxen und andere Unternehmen, bei denen der Local Pack genauso wichtig ist wie die Suchanzeige selbst.
Die Budgets reichten von wenigen hundert Euro im Monat für ein Unternehmen mit einem Standort bis zu sechsstelligen Monatsbudgets für etablierte Marken. Die Kontogröße verändert die Taktik – nie das Maß an Aufmerksamkeit.
Was im Leistungsumfang enthalten ist
Kampagnenaufbau & Lokalisierung
Native Keyword-Architekturen, Negative-Keyword-Listen und Anzeigentexte, die wirklich abbilden, wie englisch- oder spanischsprachige Nutzer suchen – keine wörtlichen Übersetzungen einer deutschen Kampagne.
Plattformbetreuung
Direkte Betreuung von Google Ads – Search, Display, Performance Max und Shopping – sowie Microsoft Advertising, alles durch dieselbe Person über alle Kanäle hinweg.
Lokale Betreuung & GMB-Management
Optimierung des Google Unternehmensprofils (GMB) und standortbezogene Kampagnenstrukturen für Dienstleistungsunternehmen – Restaurants, Kanzleien, Zahnarzt- und Kosmetikpraxen –, bei denen die lokale Suchintention und der Local Pack genauso wichtig sind wie die Anzeige selbst.
Analyse & Tracking
Implementierung von GA4 und Google Tag Manager sowie Conversion-Tracking-Audits, damit das Reporting die tatsächliche Performance jedes Marktes abbildet, statt vermischter Durchschnittswerte.
Fragen, die vor der Beauftragung wirklich gestellt werden
Das sind die Fragen, die am häufigsten von kleinen und mittelständischen Unternehmen kommen, die prüfen, ob eine freiberufliche Expertin eine Agentur für einen internationalen Markt wirklich ersetzen kann.
Woher weiß ich, dass eine Freelancerin wirklich auf muttersprachlichem Niveau Englisch und Spanisch beherrscht – und nicht nur übersetzt?
Lassen Sie sich reale Beispiele für Anzeigentexte zeigen, die direkt auf Englisch oder Spanisch geschrieben wurden, nicht übersetzt – und fragen Sie, wie eine konkrete Headline vor dem Briefing formuliert würde. Eine wirklich sprachkompetente Expertin strukturiert den Satz nach dem Suchverhalten der jeweiligen Sprache um, statt die deutsche Wortstellung einfach zu übertragen. Wer die eigenen Sprachkenntnisse nur beschreiben, aber nicht in einem Text zeigen kann, lässt die Arbeit vermutlich outsourcen oder über ein Übersetzungstool laufen.
Ist eine freiberufliche PPC-Expertin günstiger als eine Agentur?
In der Regel ja. Agenturen kalkulieren Account Manager, Junior-Personal und allgemeine Struktur zusätzlich zur eigentlichen Kampagnenarbeit ein, sodass ein Teil jeder Rechnung Personen bezahlt, die das Konto nie selbst anfassen. Eine freiberufliche Expertin berechnet die direkte Arbeit, was in der Regel zu geringeren monatlichen Kosten bei gleichem oder höherem Senior-Niveau führt.
Kann eine einzelne Person Google Ads und Microsoft Advertising wirklich für mehrere Märkte gleichzeitig betreuen, zum Beispiel UK, USA und Spanien?
Ja, für kleine und mittlere Konten ist das für eine Freelancerin ein normales Arbeitspensum, keine Ausnahme. Relevanter ist die Frage, ob diese Person die Unterschiede innerhalb dieser Märkte versteht – britisches gegenüber amerikanischem Englisch, oder das Spanisch aus Spanien gegenüber lateinamerikanischen Varianten – statt sie als einen einzigen, homogenen Markt zu behandeln.
Was ist der Unterschied zwischen einer übersetzten und einer wirklich lokalisierten Anzeige?
Übersetzung überträgt Wörter; Lokalisierung strukturiert die Botschaft danach um, wie Menschen in diesem Markt tatsächlich suchen, lesen und sich zum Klick entscheiden. Englischsprachige Anzeigen sind oft direkter und weniger formell als deutsche Texte, da die Unterscheidung zwischen Sie und du im Englischen komplett wegfällt, und spanische Zielgruppen in Spanien reagieren auf andere Begriffe und Formulierungen als in Lateinamerika.
Wie messen Sie Ergebnisse für B2B-, SaaS- oder lokale Dienstleistungsunternehmen, die nicht direkt online verkaufen?
Das Conversion-Tracking verschiebt sich von Kaufereignissen hin zu Lead-Qualitätssignalen – Formularausfüllungen, Call-Tracking, Terminbuchungen oder CRM-verknüpfte MQL-/SQL-Phasen –, die in GA4 eingerichtet und an Google Ads zurückgespielt werden, damit der Algorithmus auf qualifizierte Leads statt nur auf Formularabsendungen optimiert. Bei lokalen und GEO-Kunden gehören dazu häufig auch Call-Tracking und Aktionen im Google Unternehmensprofil (Anrufe, Anfahrtsanfragen, Buchungen) zusätzlich zum Standard-Conversion-Setup.
Brauche ich für jedes Land ein eigenes GA4- und Conversion-Tracking-Setup?
Mindestens brauchen Sie getrennte Berichtsansichten oder klar segmentierte Daten, auch wenn die zugrunde liegende GA4-Property gemeinsam genutzt wird, damit die Performance in Deutsch, Englisch und Spanisch unabhängig bewertet werden kann. Ohne diese Trennung vermischen sich Währungsunterschiede, Kaufzyklen und Conversion-Verhalten zwischen den Märkten, und das Reporting wird irreführend.
Mit welchen Kosten sollte ein kleines oder mittleres Unternehmen für PPC-Betreuung im englisch- oder spanischsprachigen Markt realistisch rechnen?
Für einen einzelnen neuen Markt mit überschaubarem Werbebudget arbeitet eine freiberufliche Betreuung meist mit einer monatlichen Pauschale oder einem Prozentsatz des Werbebudgets, deutlich unter einem vollen Agentur-Retainer, da keine Account-Management-Ebene mitfinanziert werden muss. Die genaue Zahl hängt von Kontokomplexität und Budget ab, aber es lohnt sich, ein direktes Angebot einzuholen, statt eine Agentur als einzige Option im eigenen Budgetrahmen anzunehmen.
Worauf sollte ich achten oder was sollte ich vermeiden, wenn ich eine Freelancerin mit einer Agentur für internationales PPC vergleiche?
Achten Sie auf direkten Zugang zu der Person, die Ihr Konto tatsächlich betreut, ein Portfolio mit echten marktspezifischen Ergebnissen (nicht nur dem insgesamt verwalteten Werbebudget) und Textbeispiele auf muttersprachlichem Niveau. Seien Sie vorsichtig bei allen, die nicht erklären können, wie sie einen konkreten Anzeigentext lokalisieren würden – nicht nur übersetzen –, wenn Sie direkt danach fragen.
Sprechen wir über Ihren Markteintritt im englisch- oder spanischsprachigen Raum
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